Schweizerisches Institut für Speläologie und Karstforschung

Vermikulationen in der Höhle von Lascaux

Vermikulationen, also Partikelansammlungen (Lehm oder Farbstoffe) sind oftmals an den Höhlenwänden zu beobachten. Die Wanderung dieser Partikel kann selbstverständlich jahrtausendealte Malereien beschädigen. Vermikulationen waren in Lascaux schon immer beobachtet, in den letzten Jahren aber häufiger. 

Dieses Phänomen ist jedoch komplex und schlecht bekannt: schwieig zu sagen, ob es von mikrobiologischen oder eher von physikochemischen Prozessen dominiert wird. Ein Studienprogramm wurde deshalb von der Direction Régionale des Affaires Culturelles d’Aquitaine (DRAC) lanciert, um das Phänomen zu begreifen und konkrete Massnahmen vorzuschlagen, um einer Beschädigung der Malereien vorzubeugen.

Dank seiner Erfahrung im unterirdischen Bereich (vor allem in Klimatologie und Hydrogeologie) pilotiert das SISKA eine Forschungsgruppe, die Fluidmechanik- (FAST- Paris-Orsay) und Farbstoffspezialisten der l’Ecole des Mines d’Alès umfasst. Dazu kommen Mikrobiologen der Universität von Lyon sowie ein Geomorphologe mit guten Kenntnissen der REgion. Das Projekt sollte in den Jahren 2015-2018 durchgeführt werden. 

Tags: recherche, Climat, CO2, patrimoine, conservation, gestion, Lascaux, vermiculations

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